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Weg zur „Machtergreifung“ Hitlers
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Im Laufe des Jahres 1932 trieb die politische und ökonomische Krise in Deutschland ihrem Höhepunkt zu. Die Reichsregierung befand sich in permanentem Ausnahmezustand. Drei Reichskanzler wechselten 1932 einander ab – bei steigender Erfolg- und Hilflosigkeit und abnehmender Legitimation. Durch die negative Mehrheit der extremen Parteien (NSDAP, KPD) verharrte der Reichstag in Selbstblockade und Agonie. Die erneute Wahl des überzeugten Monarchisten Paul von Hindenburg zum Reichspräsidenten schien die einzige Möglichkeit zu sein, den Dammbruch einer Präsidentschaft des „Führers“ der NSDAP Adolf Hitler zu verhindern und zumindest das zu retten, was von der Republik noch übrig war. Einander jagende Wahlkämpfe verschärften den blutigen politischen Terror auf den Straßen des Reiches. Die Wirtschaftstätigkeit war in der Folge der Weltwirtschaftskrise dramatisch geschrumpft. Die deutsche Industrieproduktion fiel zwischen 1929 und 1932 um rund 40 % auf das Niveau von 1904. Die Zahl der beim Arbeitsamt gemeldeten Arbeitslosen erreichte im Februar 1932 mit rund 6,13 Millionen, etwa einem Drittel der Erwerbstätigen, ihren Höchststand. Damit einher ging die Verelendung weiter Bevölkerungsteile in bisher ungeahntem Ausmaß. Der Zusammenbruch der ersten deutschen Demokratie stand unmittelbar bevor. Die anhaltende Staatskrise, die völlige Desintegration des politischen Systems resultierte nicht nur aus den in Deutschland besonders katastrophal spürbaren Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, sondern auch aus tiefgreifenden Veränderungen der parteipolitischen Strukturen sowie bewussten verfassungspolitischen Weichenstellungen seit 1930.
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