Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Auf der Suche nach dem schlesischen Himmelreich

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Einleitung

Schlesien ist uns heute ziemlich fremd. Dabei nannte Goethe es ein „zehnfach interessantes Land”. Denn Schlesien war in seiner Geschichte immer ein Schnittpunkt der Kulturen gewesen. Über Jahrhunderte haben sich in diesem Raum Sprachen und kulturelle Einflüsse aus Deutschland, Polen und Böhmen vermischt, hat Schlesien als Kulturvermittler zwischen West und Ost gedient. Andererseits stand Schlesien politisch immer am Rande des Geschehens, war Spielball der jeweils widerstreitenden Mächte: Böhmen und Polen, Habsburg und Preußen, das Deutsche Reich und Polen. Die Bevölkerung war meistens nur Objekt des Handelns, nicht Subjekt – so auch 1945/46, als die deutschen Bewohner Schlesiens ihre Heimat verlassen mussten. Doch diese Zeit der nationalistisch betonten Konfrontation ist heute vorbei. Schlesien wird sich seiner mannigfachen kulturellen Wurzeln wieder bewusst und sieht darin die Chance, an seine alte Rolle als kulturelles Brückenland anzuknüpfen. Es gilt ein Land zu entdecken, das mit seinen landschaftlichen Schönheiten und seinen reichen Kulturschätzen viel zu bieten hat – nicht zuletzt ein Stück deutscher Geschichte.

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© Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit   •   letzte Änderung am: 26.10.2006 16:02