
Inhalt
Land und Leute
Kurzer Abriss der rumänischen Geschichte bis 1859
Königreich Rumänien: 1859 bis 1947
Unter kommunistischer Herrschaft: 1944 bis 1989
Auf dem Weg zu Demokratie und Marktwirtschaft
Exkurs: Deutsche in Rumänien
Das politische System heute
Wirtschaft und soziale Situation
Umwelt
Kultur
Auf dem Weg in die Europäische Union: Zielgerade 2007
Literatur und Links
Vor 1989 spielte Umweltschutz in Rumänien so gut wie keine Rolle, auch wenn 1973 ein erstes Gesetz zum Umweltschutz verabschiedet und 1974 ein Landesrat für Umweltschutz eingerichtet worden war. Nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft wurde 1990 ein Umweltministerium etabliert, 1995 ein neues Umweltgesetz verabschiedet. Aufgrund mangelnder Finanzkraft der Unternehmen und des Staates konnten aber in diesem Bereich kaum Fortschritte erzielt werden. Vor allem chemische, metallverarbeitende Betriebe sowie Bergbaufirmen haben die Umwelt in hohem Maß kontaminiert, Pestizid- und Kunstdüngereinsatz in der Landwirtschaft ein Übriges getan. Giftunfälle in einer Gold- sowie einer Blei- und Zinkmine Anfang 2000 erregten wegen der Schwere der Umweltauswirkungen auf benachbarte Flüsse internationales Aufsehen. Ein Renaturierungsprogramm für das Donaudelta wird mit Unterstützung des World Wide Fund for Nature (WWF) durchgeführt. Das Donaudelta zählt zu den letzten unberührten Naturlandschaften Europas. Es ist durchzogen von einem Labyrinth aus Flussarmen, Kanälen und kleinen Seen und die Heimat unzähliger seltener Vogel- und Tierarten wie z.B. Seidenreiher, Krauskopfpelikane, Sichler, Seeadler, Wildkatzen und Marderhunden. In Rumänien gibt es drei Biosphärenreservate, darunter das Donaudelta, zwölf Naturparks, 44 Forschungsreservate und Naturschutzgebiete. Insgesamt bedecken diese ausgewiesenen Schutzgebiete 4,8 Prozent der Landesfläche.