Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Umwelt

Vor 1989 spielte Umweltschutz in Rumänien so gut wie keine Rolle, auch wenn 1973 ein erstes Gesetz zum Umweltschutz verabschiedet und 1974 ein Landesrat für Umweltschutz eingerichtet worden war. Nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft wurde 1990 ein Umweltministerium etabliert, 1995 ein neues Umweltgesetz verabschiedet. Aufgrund mangelnder Finanzkraft der Unternehmen und des Staates konnten aber in diesem Bereich kaum Fortschritte erzielt werden. Vor allem chemische, metallverarbeitende Betriebe sowie Bergbaufirmen haben die Umwelt in hohem Maß kontaminiert, Pestizid- und Kunstdüngereinsatz in der Landwirtschaft ein Übriges getan. Giftunfälle in einer Gold- sowie einer Blei- und Zinkmine Anfang 2000 erregten wegen der Schwere der Umweltauswirkungen auf benachbarte Flüsse internationales Aufsehen. Ein Renaturierungsprogramm für das Donaudelta wird mit Unterstützung des World Wide Fund for Nature (WWF) durchgeführt. Das Donaudelta zählt zu den letzten unberührten Naturlandschaften Europas. Es ist durchzogen von einem Labyrinth aus Flussarmen, Kanälen und kleinen Seen und die Heimat unzähliger seltener Vogel- und Tierarten wie z.B. Seidenreiher, Krauskopfpelikane, Sichler, Seeadler, Wildkatzen und Marderhunden. In Rumänien gibt es drei Biosphärenreservate, darunter das Donaudelta, zwölf Naturparks, 44 Forschungsreservate und Naturschutzgebiete. Insgesamt bedecken diese ausgewiesenen Schutzgebiete 4,8 Prozent der Landesfläche.

 


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© Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit   •   letzte Änderung am: 17.04.2006 1:24