EINSICHTEN UND PERSPEKTIVEN

Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte
Beilage der Bayerischen Staatszeitung   |   Herausgegeben von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Inhalt der Ausgabe 04/2004

Interview mit Dr. Walter Schön, Amtschef der Bayerischen Staatskanzlei
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Elke Thiel:
Grüße aus Shqiperi: Als Gastprofessorin in Albanien
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Iris Hofer:
Die Holocaustausstellung im Imperial War Museum
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Neue Publikationen und Wandzeitungen:
Der Erste Weltkrieg
Afrika – ein verlorener Kontinent?
Sicherheit und Frieden zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Böhmen und mähr ...
20. Juli 1944
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Veranstaltungshinweis: Symposium zum Schwellenjahr 1944
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Peter März:
Zwischen dem langen 19. Jahrhundert und dem kurzen 20. Jahrhundert: Der Erste Weltkrieg, Teil 2
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Sehr geehrte Leserinnen und Leser, Sie haben sicherlich schon bei der Lektüre der letzten ‚BLZ-Reporte‘ bemerkt, dass sich Stil und Inhalt dieser Publikation gewandelt haben: An die Stelle eines bloßen Mitteilungsblattes ist eine Zeitschrift getreten, die die politischen und zeitgeschichtlichen Fragestellungen, mit denen die Landeszentrale befasst ist, vertieft reflektiert. Diesem ­Bemühen verleiht der neue Titel Ausdruck – „Einsichten und Perspektiven“.

 

Interview mit Dr. Walter Schön, Amtschef der Bayerischen Staatskanzlei
Die Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung
Zu den Aufgaben und Perspektiven einer notwendigen Reform

Die Strukturprobleme, die die Bewältigung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben in Deutschland erschweren, liegen an sich klar zu Tage. Neben den Tatbeständen der demografischen und der – damit verbundenen – sozialpolitischen Schieflagen, neben den Schwierigkeiten, dem globalen Wettbewerb gerecht zu werden, ist für Deutschland kennzeichnend, dass sich Lösungswege durch sehr komplexe, schwer vermittelbare Prozesse als immer langsamer und undurchschaubarer darstellen. Das demokratische Strukturprinzip des Föderalismus – immerhin durch Art. 79 bewehrter Kernbestand des Grundgesetzes – steht hier im Zentrum von Reformforderungen. Deshalb haben Bund und Länder zur Jahreswende 2003/2004 eine „Kommission zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung“ ins Leben gerufen. Sie will sich Anfang Dezember 2004 auf Vorgaben einigen, mit denen das föderale Kompetenzgewebe für den Bürger durchschaubarer werden soll; Verantwortung und Zuständigkeit in der staatlichen Zwei-Ebenen-Ordnung von Bund und Ländern sollen wieder erkennbar werden. Vorsitzende dieser Kommission sind Franz Müntefering und Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber. Vertreter von Dr. Stoiber ist der Amtschef der Bayerischen Staatskanzlei, Dr. Walter Schön. Mit ihm sprachen Monika Franz, Werner Karg und Dr. Peter März.
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Elke Thiel:
Grüße aus Shqiperi: Als Gastprofessorin in Albanien

Wo willst Du hin, fragen meine Freunde, pass gut auf Dich auf und lass von Dir hören! Albanien ist für viele unbekannt, selbst im Reisewetterbericht ist Shqiperi, wie die Albaner ihr Land nennen, zwischen Kroatien und Griechenland ein weißer Fleck.
Von Februar bis Juli 2004 war ich Gastprofessorin an der Ökonomischen Fakultät der Universität Tirana. Gefördert wurde mein Aufenthalt durch die Stiftungsinitiative Johann-Gottfried-Herder, ein Gemeinschaftsprojekt von sechs deutschen Stiftungen.
Es war für mich eine einmalige Gelegenheit, das lange Zeit verschlossene Land mit seinen freundlichen Menschen, landschaftlichen Schönheiten, den Spuren einer weit zurück reichenden europäischen Geschichte und großen Transformationsproblemen etwas näher kennen zu lernen.
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Iris Hofer:
Die Holocaustausstellung im Imperial War Museum

Im Juni 2000 eröffnete die Queen im Herzen des Imperial War Museum, London, dessen Beitrag zum neuen Millennium: die in vierjähriger Vorbereitungszeit entstandene, vom Heritage Lottery Fund finanzierte und mit 1.200 qm Grundfläche bis dato größte Holocaustausstellung in Europa1), die in den ersten eineinhalb Jahren ihres Bestehens 400.000 Besucher anzog.
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Neue Publikationen und Wandzeitungen:

 

Zeitgeschichtliches Symposium in Nürnberg

Schlüsseljahr 1944: Terror, Untergang – Perspektiven
19.–21. November 2004

Das Jahr 1944 sieht den Zweiten Weltkrieg in Europa in aufs Extreme gesteigerten Dimensionen – nicht so sehr, was die unmittelbaren strategischen Perspektiven und Abläufe anlangt.
Hier sind die wesentlichen Klärungen bereits 1942/1943 erfolgt und hier bezeichnet das Jahr 1944 eine Phase, in der sich das NS-Reich bereits vollständig in der Defensive befindet. mehr...


Peter März:
Zwischen dem langen 19. Jahrhundert und dem kurzen 20. Jahrhundert: Der Erste Weltkrieg, Teil 2

Die Erwartung eines kurzen, eines zeitlich sehr überschaubaren Krieges begleitete die Zeitgenossen wohl mindestens bis 1916. Gleich zu Beginn des Krieges taten sich Militärapparat und Verwaltung in Deutschland schwer, die Wirtschaft für eine umfassende Umstellung ihrer Produktion auf Rüstungsgüter zu gewinnen. Und noch Anfang 1915 meinte man in Deutschland vielfach, spätestens gegen Ende des laufenden Jahres werde man wieder in friedlichen Verhältnissen leben. Mehr noch als Frankreich und Russland zeigte sich hier Großbritannien als der eigentliche Antipode des Deutschen Reiches: Hier wurde der administrativ-ökonomische Bereich von Anfang an deutlich auf eine lange und in jeder Hinsicht kostspielige Auseinandersetzung eingestellt. mehr...

 

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