BLZ-REPORT

Die Bayerische Landeszentrale berichtet
Beilage der Bayerischen Staatszeitung   |   Redaktion: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Inhalt der Ausgabe 03/2004

Neuerscheinung: „Die politische Ordnung in Deutschland“
mehr...

Peter März:
Zwischen dem langen 19. Jahr-
hundert und dem kurzen 20. Jahrhundert: Der Erste Weltkrieg mehr...

Peter März:
Torgau an der Elbe
mehr...

Studien- und Informationsfahrt
in die Pfalz
mehr...

Monika Franz:
Fundamente europäischer
Identität, Teil II
mehr...

Nachgefragt: Nationalstaatlicher Gestaltungsspielraum im Rahmen der EU
mehr...

 

 

Neuerscheinung: „Die politische Ordnung in Deutschland“

In der Landeszentrale ist jetzt das G-Heft zur politischen Ordnung in Deutschland wieder verfügbar (in der wesentlich erweiterten und aktualisierten 11. Auflage). Das „G 1“ informiert umfassend, straff und stringent über die wesentlichen Strukturprinzipien der politischen Ordnung in Deutschland wie auch – und dieser Teil ist in der neuen Auflage besonders ausführlich ergänzt worden – über die neuen Koordinaten innerhalb der Europäischen Union, ohne die nationalstaatliche Mechanismen kaum mehr hinreichend beschreibbar sind. mehr...

Peter März:
Zwischen dem langen 19. Jahrhundert und dem kurzen 20. Jahrhundert: Der Erste Weltkrieg

Nahezu hundert Jahre liegen zwischen dem Zusammenbruch des napoleonischen Imperiums, das letztlich an überdehnter Machtprojektion gescheitert war, und dem Ausbruch des ersten großen Weltkonfliktes im Industriellen Zeitalter. Zahlensymbolik darf man nicht überstrapazieren, aber unbestreitbar ist zugleich, dass es sich hier jeweils um tiefe Einschnitte in die europäische und schließlich in die Weltgeschichte handelt. Sie betreffen mehr als jeweils ein Land und eine Großmachtauseinandersetzung. Und wenn auch die Unterschiede die Analogien überwiegen mögen, spricht doch vieles zumindest für eine Annahme, für die Vermutung nämlich, dass sich in beiden Fällen, in der europäischen Auseinandersetzung mit dem napoleonischen Frankreich wie im Konflikt der Westmächte und Russlands mit Deutschland und seinen Verbündeten – die hier deutlich zurücktraten – jeweils das klassische europäische Muster bestätigte, dass der Kontinent keinen und schon gar keinen ambitionierten, lautstarken und aggressiven Hegemon verträgt. mehr...

Peter März:
Torgau an der Elbe

Wer in Deutschland an die zentrale politische und religiöse Weichenstellung der Reformation denkt, hat Wittenberg, den Ort des lutherschen Thesenanschlages, Worms, die Stadt, wo es zur Konfrontation zwischen Luther und Kaiser Karl V. kam, und Augsburg, den Platz des Religionsfriedens von 1555, im Blickpunkt. Wer hingegen an die sächsische Kleinstadt Torgau, knapp 50 Kilometer östlich von Leipzig an der Elbe gelegen, denkt, richtet sein historisches Erinnern primär auf das Zusammentreffen amerikanischer und sowjetischer Streitkräfte Ende April 1945 an diesem Ort.
Freilich findet der Reisende, den es im Sommer 2004 mehr oder weniger absichtlich in diese Kleinstadt verschlägt, sehr viel mehr vor als ein in Machart und Diktion noch ganz typisches Denkmal aus den Zeiten der kommunistischen Diktatur, das den Sieg der Roten Armee bejubelt und, schon um einige Grade kühler, auch den Beitrag der westlichen Alliierten zur Niederwerfung Hitlerdeutschlands erwähnt. mehr...

Studien- und Informationsfahrt in die Pfalz

Historische, zeitgeschichtliche und politisch-strukturelle Themen sollen bei der Informations- und Studienreise in die bis 1946 bayerische Pfalz im Mittelpunkt stehen, die die Landeszentrale für interessierte Multiplikatoren der politischen Bildung anbietet. Die Fahrt findet vom 8. bis 11. September 2004 statt. mehr...

Monika Franz:
Fundamente europäischer Identität, Teil II

In der unübersehbaren Fülle der Europaliteratur besteht weitgehend Einigkeit über die von Edgar Morin 1987 auf den Punkt gebrachte Unklarheit darüber, was nun eigentlich unter Europa zu verstehen sei.
Das heutige Europa nahm in einem Jahrhunderte langen Prozess entlang vielfältiger Bruchlinien Konturen an: Die Genese der europäischen Staatenwelt war geprägt von einer großen Zahl von Konflikten, von Antagonismen und Koalitionen. Europa blieb in der Pluralität seiner politischen, philosophischen, konfessionellen, literarischen, künstlerischen Auseinandersetzungen ein mehr oder weniger homogener Kulturkreis, dessen Einfluss prägend für viele andere Regionen der Welt wurde. 2) Eric Hobsbawm spricht von einem fortwährenden „Prozess der Konfrontation und Differenzierung“ 3), der eben das spezifisch Europäische ausmache. mehr...

Nachgefragt: Nationalstaatlicher Gestaltungsspielraum im Rahmen der EU

Im Gefolge des in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 07. 06. 2004 erschienenen Artikels „Mythos und Wirklichkeit“ von Bundesverfassungsrichter Professor Di Fabio entspann sich ein kurzer Briefwechsel zwischen dem Autor und Monika Franz, Mitarbeiterin in der Landeszentrale. Gegenstand der Korrespondenz waren Fragen, die im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Verfassungsentwurfs durch die europäischen Staats- und Regierungschefs eine besondere Aktualität gewonnen haben.

Wir danken Herrn Professor Di Fabio für die freundliche Erlaubnis zur Publikation dieser brieflichen Stellungnahme. mehr...

 

 

startseite | neu | landeszentrale | online-publikationen | publikationen | veranstaltungen | gedenkstätten | video | links |
©2004 Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit in Bayern