Die Geschichte des Europa-Gedankens
Ein Bildungsangebot der Bayerischen Landeszentrale für politische
Bildungsarbeit
Tagungsorte:
Kloster Strahlfeld, Haus der Begegnung, Am Jägerberg 2,
93426 Roding, Tel. 09461/91120, Fax: 09461/911233
25. 06.–27. 06. 2004, Anmeldeschluss ist der 04. 06. 2004
Dokumentationszentrum Nürnberg,
Bayernstraße 110, 90471 Nürnberg, Tel. 0911/2318409
03. 07–04. 07. 2004, Anmeldeschluss ist der 11. 06. 2004
Anmeldung:
Interessierte Teilnehmer richten bitte ihre schriftliche Anmeldung
jeweils drei Wochen vor Seminarbeginn an die Bayerische Landeszentrale
für politische Bildungsarbeit
Frau Marion Childs
E-Mail: marion.childs@stmuk.bayern.de
Fax: 089/2186-2180
Reisekosten können nicht übernommen werden. Für Unterkunft und Verpflegung entstehen Kosten in Höhe von 30,– € für eine, bzw. 50,– € für zwei Übernachtungen.
„The old continent is sad, morbid and messy, yet not without a certain absurd attraction.“ Diese Worte Klaus Manns waren für einen aus der Emigration zurückgekehrten Schriftsteller im Jahre 1945 verständlich. Doch können sie verallgemeinert werden, wenn man sich die Geschichte des Europa-Gedankens ansieht? Europa war in den Köpfen der Menschen seit der Antike bis in unsere Tage viel mehr als nur „traurig, morbid und chaotisch“: Europa war ein Mythos, die Hoffnung auf einen „ewigen Frieden“, die Utopie und Realität eines besseren Zusammenlebens in Wohlstand und Demokratie.
Und heutzutage? Mit Europa verbinden sich Hoffnungen und Zweifel. Wenn wir Europa gestalten wollen, dann müssen wir uns klar werden, was Europa ist. Voraussetzung ist der Blick in die Geschichte. Hier setzt das Seminar ein.
Es wendet sich an Multiplikatoren im Bereich der politischen Bildung wie auch an alle anderen Interessierten. Innerhalb von zwei bis drei Tagen soll die Epochen der Europa-Gedanke in seinen jeweiligen historischen Ausprägungen erörtert werden. In jedem Abschnitt wird eine kurze Erläuterung durch die beiden Referenten auf der Basis eines danach von allen Teilnehmern zu bearbeitenden Textes gegeben. Dabei bietet sich die Möglichkeit zur ausgiebigen Diskussion.
Die Veranstaltungsleiter/Referenten:
Prof. (USA) Dr. Markus Wriedt |
Dr. des. Christian Schölzel |
Tag 1:
10.00 Uhr |
Begrüßung der Teilnehmer/Innen; Tagungsorganisation |
11.00–12.30 Uhr |
Von der Antike bis zum Hochmittelalter: die Prinzessin am Strand von Kreta, Karl der Große und das Ringen zwischen Papst und Kaiser |
14.00–15.30 Uhr |
Gotteskrieger und Ritter: der Kampf um die Grenzen des christlichen Europas – Mission und moslemische Welt |
16.00–17.00 Uhr |
Europas zerstörte Einheit: Reformation und Konfessionalisierung. – Die Idee vom „Ewigen Frieden“ |
17.30–18.30 Uhr |
Die Kultur der Vernunft: die Aufklärung und Europa |
18.45–20.30 Uhr |
moderne und nationale Fragmentierungen |
Tag 2:
| 8.30–10.00 Uhr | Europäische Destruktionen, Holocaust, Ideologien, Kriege |
| 10.15–11.15 Uhr | Wiederfindung Europas im Schatten
der Katastrophe. Vom Europarat zum Euro. |
| 11.15–12.30 Uhr | Zur Topographie Europas. Von „mental maps“ und europäischen Orten der Erinnerung |
| 14.00–15.30 Uhr | Europäische Perspektiven. Abschlussdiskussion |
| 16.00 Uhr | Ende der Tagung |