BLZ-REPORT

Die Bayerische Landeszentrale berichtet
Beilage der Bayerischen Staatszeitung   |   Redaktion: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Inhalt der Ausgabe 02/2004

Monika Franz: Fundamente
europäischer Identität. Teil I mehr...

Peter März:
Thesenartige Bemerkungen zum Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vom 4. 11. 2003. mehr...

Wolfram P. Kastner:
„auf einmal da waren sie weg ...“
Ein Projekt zur Erinnerung an verfolgte jüdische Nachbarn –
zur Nachahmung freigegeben. mehr...

Kultusministerin Hohlmeier
verleiht Staatspreis an LZ-Autor mehr...

Die Geschichte des Europa-Gedankens. Ein Bildungsangebot der BLZ mehr...

Neuerscheinung:
Parteien und Wahlen in Deutschland mehr...

Emil Hübner †
mehr...

Pencils for Bagdad mehr...

Neuerscheinung:
Fußballweltmeisterschaft 1954
Sport – Geschichte – Mythos mehr...

Informationsfahrt
für den neu gewählten Parlamentarischen Beirat
der Landeszentrale 1./2. April 2004 mehr...

 

Die Geschichte des Europa-Gedankens
Ein Bildungsangebot der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Tagungsorte:
Kloster Strahlfeld, Haus der Begegnung, Am Jägerberg 2,
93426 Roding, Tel. 09461/91120, Fax: 09461/911233
25. 06.–27. 06. 2004, Anmeldeschluss ist der 04. 06. 2004

Dokumentationszentrum Nürnberg,
Bayernstraße 110, 90471 Nürnberg, Tel. 0911/2318409
03. 07–04. 07. 2004, Anmeldeschluss ist der 11. 06. 2004

Anmeldung:
Interessierte Teilnehmer richten bitte ihre schriftliche Anmeldung jeweils drei Wochen vor Seminarbeginn an die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
Frau Marion Childs
E-Mail: marion.childs@stmuk.bayern.de
Fax: 089/2186-2180

Reisekosten können nicht übernommen werden. Für Unterkunft und Verpflegung entstehen Kosten in Höhe von 30,– € für eine, bzw. 50,– € für zwei Übernachtungen.

„The old continent is sad, morbid and messy, yet not without a certain absurd attraction.“ Diese Worte Klaus Manns waren für einen aus der Emigration zurückgekehrten Schriftsteller im Jahre 1945 verständlich. Doch können sie verallgemeinert werden, wenn man sich die Geschichte des Europa-Gedankens ansieht? Europa war in den Köpfen der Menschen seit der Antike bis in unsere Tage viel mehr als nur „traurig, morbid und chaotisch“: Europa war ein Mythos, die Hoffnung auf einen „ewigen Frieden“, die Utopie und Realität eines besseren Zusammenlebens in Wohlstand und Demokratie.

Und heutzutage? Mit Europa verbinden sich Hoffnungen und Zweifel. Wenn wir Europa gestalten wollen, dann müssen wir uns klar werden, was Europa ist. Voraussetzung ist der Blick in die Geschichte. Hier setzt das Seminar ein.

Es wendet sich an Multiplikatoren im Bereich der politischen Bildung wie auch an alle anderen Interessierten. Innerhalb von zwei bis drei Tagen soll die Epochen der Europa-Gedanke in seinen jeweiligen historischen Ausprägungen erörtert werden. In jedem Abschnitt wird eine kurze Erläuterung durch die beiden Referenten auf der Basis eines danach von allen Teilnehmern zu bearbeitenden Textes gegeben. Dabei bietet sich die Möglichkeit zur ausgiebigen Diskussion.

Die Veranstaltungsleiter/Referenten:

Prof. (USA) Dr. Markus Wriedt
Mitarbeiter am Institut für Europäische Geschichte, Mainz, Lehraufträge an der Universität Frankfurt am Main und an der Marquette University, Milwaukee, Veröffentlichungen v. a. zur Religions- und Sozialgeschichte der Reformationszeit

Dr. des. Christian Schölzel
Historiker, langjährige Tätigkeit im Museums- und Gedenkstättenbereich, Veröffentlichungen zur deutsch-jüdischen und -osteuropäischen Geschichte


Tag 1:

10.00 Uhr

Begrüßung der Teilnehmer/Innen; Tagungsorganisation

11.00–12.30 Uhr

Von der Antike bis zum Hochmittelalter: die Prinzessin am Strand von Kreta, Karl der Große und das Ringen zwischen Papst und Kaiser

14.00–15.30 Uhr

Gotteskrieger und Ritter: der Kampf um die Grenzen des christlichen Europas – Mission und moslemische Welt

16.00–17.00 Uhr

Europas zerstörte Einheit: Reformation und Konfessionalisierung. – Die Idee vom „Ewigen Frieden“

17.30–18.30 Uhr

Die Kultur der Vernunft: die Aufklärung und Europa

18.45–20.30 Uhr

moderne und nationale Fragmentierungen


Tag 2:

8.30–10.00 Uhr Europäische Destruktionen, Holocaust, Ideologien, Kriege
10.15–11.15 Uhr Wiederfindung Europas im Schatten der Katastrophe.
Vom Europarat zum Euro.
11.15–12.30 Uhr Zur Topographie Europas. Von „mental maps“ und europäischen Orten der Erinnerung
14.00–15.30 Uhr Europäische Perspektiven. Abschlussdiskussion
16.00 Uhr Ende der Tagung

 

 


 

 

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