Am 1. und 2. April fand für den neu gebildeten Parlamentarischen
Beirat der Landeszentrale die erste Informationsfahrt statt, an der die
Abgeordneten Blasius Thätter (Sprecher des Beirates), Marianne Schieder
(stellvertretende Sprecherin), Günter Gabsteiger, Georg Stahl, Bernd
Sibler und Thomas Mütze, sowie der Landeszentrale nahe stehende Autoren,
Wissenschaftler und Mitarbeiter anderer Institutionen teilnahmen.
Stationen der Informationsfahrt ware Einrichtungen und Vorhaben in Bayern, die zu den wesentlichen Arbeitsbereichen der Landeszentrale gehören.
Der
Besuch der Allianz-Arena im Münchener Norden veranschaulichte
ein Tätigkeitsfeld der Landeszentrale, das auch durch ein besonderes
publizistisches Engagement begleitet wird (vgl. die Studie zu „Rechtsextremismus
und Jugendgewalt in Deutschland – Ein Ost-West-Vergleich“ von
Klaus Schroeder). In Kooperation mit den „Rollstuhlfahrer-Fanclubs“ der
bayerischen Bundesligavereine unterstützt die Landeszentrale jetzt
schon seit längerem Aktivitäten, die die Bewahrung und Sicherung
zivilisatorischer Standards im öffentlichen Raum zum Ziele haben.
Dabei ist auch im Blick auf die WM 2006 der Fokus, der unbestritten auf
den Fußballsport gerichtet ist, Medium ihres Engagements.
Ein Termin
bei Verlag und Druckerei Vögel diente nicht nur der Würdigung
dieser Firma, deren verlässlicher Einsatz der Landeszentrale in vielfältiger
und über reine Druckleistungen hinausgehender Weise hilft, sondern
auch der Diskussion von Fragen und Herausforderungen der EU-Osterweiterung
unmittelbar mit Betroffenen im ostbayerischen Raum. Ein Gespräch mit
dem Landrat von Cham und Präsidenten des Bayerischen Landkreistages,
Theo Zellner, bot den Abgeordneten die Gelegenheit, die Situation dieses
Landkreises, insbesondere mit Blick auf die Osterweiterung und die gegenwärtig
nicht einfache Agenda zwischen den kommunalen und staatlichen Ebenen in
Deutschland, zu diskutieren.
Einen weiteren
Schwerpunkt der Fahrt bildeten Besuche bei den beiden KZ-Gedenkstätten
Dachau und Flossenbürg. Die beiden Gedenkstätten befinden sich
in einer Phase des Neuanfangs, u. a. da sie seit über einem Jahr in
die Struktur der Stiftung Bayerische Gedenkstätten eingebunden sind;
zudem sind an beiden Orten Aufgaben zu bewältigen, die sicherlich
einer besonderen Fürsorge bedürfen: In Dachau sind dies z. B.
Fragen der Besucherbetreuung, nachdem seit Mai 2003 die neue Ausstellung
zur Verfügung steht, in Flossenbürg ist dies das große
Vorhaben der Neukonzeption, für die jetzt die Planung weitgehend abgeschlossen
ist und die Bauphase beginnt.
Mit einem Besuch des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände und einem Gespräch mit dessen Leiter, Herrn Täubrich, über Erfahrungen nach zwei Jahren Dokumentation und Studienforum fand die Fahrt ihren Abschluss.