Einsichten und Perspektiven. Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Einsichten und Perspektiven 02/2010

 

 

Inhalt

 

Peter März
Polen zwischen Deutschland und Russland. Eine belastete Dreiecksgeschichte

Die Geschichte Ostmitteleuropas kennt zwei sogenannte „Schlachten bei Tannenberg“, die erste am 15. Juli 1410, die sich im Juli 2010 zum 600. Mal jährte, die zweite in den letzten Augusttagen des Jahres 1914, also rund vier Wochen nach Beginn des Ersten Weltkrieges. mehr...

Achim Wörn
Die jüdische Bevölkerung in Stettin in den Jahren 1945 bis 1950 und ihr Weg via Bayern nach Palästina

Die territoriale Umgestaltung Mittel- und Osteuropas nach dem Zweiten Weltkrieg Während des Zweiten Weltkriegs und der Zeit danach kam es in Mittel- und Osteuropa zu enormen Bevölkerungsverschiebungen. Millionen Deutsche flüchteten vor der Roten Armee oder wurden als Folge der Potsdamer Beschlüsse aus ihren angestammten Siedlungsgebieten vertrieben. Parallel dazu mussten auch mehrere Millionen Polen ihre östlich der Curzon-Linie gelegene Heimat verlassen, welche nun die neue sowjetisch-polnische Grenze bildete. mehr...

Andrea Livnat
„Wenn ihr aber nicht wollt ...“ Zionistische Vision und israelische Gegenwart – Zu Theodor Herzls 150. Geburtstag

Tel Aviv im März 2010. Eine Kleinkunstbühne in Jaffa. Die Besucher nehmen auf dem Dach Platz, hüllen sich in Schals, um sich vor der kühlen Brise vom Meer zu schützen. Nach einer kurzen Einführung werden sie ins Innere des Theaters gebeten, ein kleiner beengter Raum, die Bühne schwarz mit einem riesigen Käfig. Darin zwei Menschen, die sowohl um ihren Verstand, die Wahrheit, als auch um die Gunst einer Aufseherin ringen. Die beiden sind keine anderen als Franz Kafka und Theodor Herzl. mehr...

Zdenek Zofka
Kommunale Konflikte im NS-Staat „Wir haben euch doch nicht gewählt!“ Das Beispiel Freihalden: Streit um Waldrechte

Wie schwer fiel den Menschen der Abschied von der Demokratie? Hätte diese Staats- und Lebensform in der deutschen Bevölkerung mehr Rückhalt gehabt, so hätte Hitler wohl kaum solche gigantischen Wahlerfolge erzielt, die ihm den Weg zur Erlangung der Macht am 30. Januar 1933 ebneten. Schon wenige Wochen nach der „Machtergreifung“ wurde aber auch die Demokratie auf der unteren Ebene, in den Städten und Gemeinden, beseitigt. mehr...


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© Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit   •   letzte Änderung am: 25.09.2010 12:23