Einsichten und Perspektiven. Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

50 Jahre Berliner Mauer und die Teilung Deutschlands

 

 

Inhalt

Grußwort des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle

 

Matthias Uhl
„Warum sollten wir uns hier hinter dem Rücken von Gen. Ulbricht verstecken?“ Die Sowjetunion und der Mauerbau im internationalen Kontext

Viele Jahre versuchte die DDR-Propaganda die Welt glauben zu machen, der Bau der Mauer in Berlin sei auf Anweisung von SED-Chef Walter Ulbricht erfolgt. Tatsache ist jedoch, dass ohne die Zustimmung und Unterstützung der Sowjetunion, die der wichtigste Bündnispartner des ostdeutschen Staates war, eine derartige Aktion, die Millionen Menschen für mehr als 28 Jahre die Freiheit kostete, nicht möglich gewesen wäre. Dies machte der sowjetische Partei- und Staatschef Nikita Chruschtschow bereits am 9. November 1961 in einem Gespräch mit dem bundesdeutschen Botschafter in Moskau, Hans Kroll, deutlich: „Natürlich, ohne uns hätte die DDR die Grenze nicht geschlossen. Warum sollten wir uns hier hinter dem Rücken von Gen. Ulbricht verstecken? Sein Rücken ist in diesem Fall sowieso nicht so breit.“ mehr...

Jochen Staadt
Der Mauerbau aus Ost- und Westperspektive

Die Prognosen zum Jahreswechsel 1960/61 fielen für die SED-Führung düster aus. Über drei Millionen ihrer Bürger waren aus der DDR schon in den Westen geflüchtet. Die Wirtschaft lag darnieder, es bestand keine Aussicht auf eine Besserung der Lage. Am 16. Januar 1961 wandte sich der Erste Sekretär des SED-Zentralkomitees, Walter Ulbricht, mit der Bitte um dringende Hilfe an den sowjetischen Parteichef Nikita Chruschtschow. mehr...

Miriam Müller
Zerrissenes Dreiländereck „Bayern – Thüringen – Sachsen“: Über die Bedeutung der einstigen Zonenränder für das wiedervereinigte Deutschland

Am 13. August 1961 startete unter der Einsatzleitung Erich Honeckers um Mitternacht die „Aktion X“. Der spätere Chef der DDR war zu diesem Zeitpunkt bereits ein wichtiger Mann im SED-Staat und seit 1958 als Sekretär des Zentralkomitees (ZK) zuständig für Sicherheitsfragen. Ziel der Aktion war es, entlang der Grenze durch Berlin eine Mauer zu errichten, um die Flüchtlingsexplosion von Ost- nach West-Berlin zurückzudrängen. Dafür veranlasste Honecker über 7.000 Mann der Nationalen Volksarmee (NVA) mit Panzern und Panzerfahrzeugen entlang der zukünftigen Mauer und um ganz Berlin herum in Stellung zu gehen. Die Staatsführung der DDR befürchtete zu diesem Zeitpunkt die Gegenwehr der Bevölkerung, konnte aber auch ein Eingreifen der drei Westalliierten USA, Großbritannien und Frankreich nicht ausschließen. mehr...


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© Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit   •   letzte Änderung am: 01.08.2011 16:07